Funken - 10.02.2008

Ein Teil der Crew auf dem Funken.

Obwohl dieses Jahr aufgrund der Tatsache, dass das Osterfest aufgrund des ersten Frühjahrsvollmonds am 21. März bereits am 23. März gefeiert werden kann, und dadurch der Funkensonntag mit Datum vom 10. Februar sehr früh lag, stand die ganze Aktion unter einem guten Stern.

Programmgemäß konnten unter der Regie von Helmut Hermanutz die Vorarbeiten im Wald schon im Herbst in Angriff genommen werden. Zügig wurden dann nach Weihnachten wieder mit den Reisigfuhren begonnen. Auch das Einsammeln von etwa 250 Christbäumen durch den Radfahrverein klappte trotz windigen Wetters reibungslos. Nach dem Aufstellen der 25 Meter langen Funkenstange, bei dem uns wieder Müllers vom Kögelhof mit dem großen Bagger hilfreich zur Seite standen, konnte sofort nach der Fasnet mit dem Funkenaufbau begonnen werden.

Niemand hätte zu diesem Zeitpunkt gedacht, dass während der ganzen Woche kein Tropfen Regen fallen würde. Dafür wehte fast ständig ein leichter Ostwind über den Funkenplatz und trocknete das ganze Funkenmaterial so sehr ab, dass dann beim Funkenabbrennen, die auf cirka 24 Meter hoch hängende Funkenhexe schon nach wenigen Sekunden unter großem A... und O... in Flammen aufging. Kaum hatte Funkenmeister Helmut Hermanutz unseren Schlachtruf „Büschele und Stroh ..“ ausgerufen und die Besucher mit dem „Fuirio“ geantwortet, da stand bald der ganze riesige Holz- und Reisigstapel in Flammen.

Durch den Ostwind kam es zu schönem Funkenflug... die Feuerwehr musste jedoch nicht eingreifen. Aber es war wichtig, dass Ludwig Zimmermann vom Lautsprecher aus die Eltern nochmals ermahnte, ihre Kinder nicht zu nahe an das riesige Feuer heranzulassen.

Unter den zahlreichen Besuchern, wir schätzten um die 800 Personen, waren dieses Jahr erstaunlich viele Kinder, die teilweise auch Lampions mitbrachten. So war das Anzünden des Kinderfunkens um 18:45 Uhr eine schöne Einstimmung und eine gute Hauptprobe.

Während traditionell die Mochenwanger Musikkapelle aufspielte erklärte Ludwig Zimmermann wieder die wichtigsten Fakten zum uralten Brauch des Winteraustreibens. Er bedankte sich wie all die Jahre bei den fleißigen Funkenbauern und allen Helfern. Allen voran der Freiwilligen Feuerwehr, die den Verkehr bestens im Griff hatte, bei Elmar Geiger für die Lautsprecheranlage; beim Musikverein für die Treue zum Funkensonntag auch nach 100 Jahren, den Landwirten für die Überlassung der Grundstücke, für das Stroh zum Anzünden und weitere Hilfen. Mit Genugtuung konnte man verkünden, dass das THW nicht eingreifen musste.

Auch ein Reporter der Schwäbischen Zeitung zeigte sich interessiert und machte Aufnahmen. Zu unserer großen Freude wurde schon am Montag ein großes Farbfoto in der Ravensburger SZ-Ausgabe veröffentlicht und im Text darauf verwiesen, dass der Funken in Mochenwangen mit 25 Metern weit und breit wieder der größte gewesen sei und dass ca. 50 Fuhren Brennmaterial aufgeschichtet worden seien.

Da es trocken blieb, verweilten heute die Besucher länger auf dem Funkenplatz als sonst. Im Nu waren die 200 Funkenringe verkauft und auch am Wurst- und Getränkestand lief das Geschäft recht gut: Auch der Süßwarenstand machte ein gutes Geschäft. Auch wir waren mit dem Ergebnis in den Sammelbüchsen doch recht zufrieden, sodass wieder ein gutes finanzielles Polster für ein Festle im Sommer und den Funken 2009 übrig bleiben dürfte. Als gegen 20:30 Uhr der Funkenplatz immer leerer wurde, begannen wir mit dem Zusammentragen des nicht verbranntes Reisigs und dem Aufräumen. Nach Abschluss dieser Arbeiten trafen sich das ganze Team der Funkenbauer und weitere Funkenfreunde im Sportheim beim „Alten Bele“ zum Frohen Ausklang bei Essen und Getränken. Insgesamt waren alle wie all die Jahre recht müde und schlapp, aber mit dem Verlauf, dem Erlös und dem Echo aus der Bevölkerung rundum zufrieden.

Wie alle Jahre war Helmut Hermanutz dann am Montagvormittag schon wieder mit seinem Traktor am Funkenplatz beim Aufräumen. Durch die Trockenheit und den auch in der Nacht anhaltenden Wind gab es heute fast nichts mehr zu verbrennen. So gesehen war der Funkensonntag 2008 mehr als gelungen und kann getrost als vorbildlich bezeichnet werden.